Funktionsweise einer privaten Krankenversicherung

Wer gesetzlich krankenversichert ist, geht bei Beschwerden zum Arzt, legt die Versichertenkarte vor, wird behandelt und die Angelegenheit ist erledigt. Leider stimmt dies mittlerweile nicht mehr. Es müssen des Öfteren Zuzahlungen zu Medikamenten geleistet werden, Hilfsmittel werden entweder gar nicht mehr oder nur zum Teil übernommen und auf Kosten bestimmter Zahnarztbehandlungen bleibt der Patient grundsätzlich sitzen. Nicht so bei einer privaten Krankenversicherung – hier könnte unter Umständen die Versicherung alle Kosten übernehmen, sofern Sie bereit sind, entsprechend hohe Beiträge zu bezahlen. Wie eine private Krankenversicherung überhaupt funktioniert, erfahren Sie nachfolgend:

So funktioniert die PKV
Privat krankenversicherte sind gern gesehene Gäste in einer Arztpraxis oder im Krankenhaus. Dies liegt vor allen Dingen daran, dass Ärzte für Leistungen an einem privaten Patienten wesentlich mehr Geld verlangen können. Sie rechnen pro Behandlung über die Gebührenordnung für Ärzte ab, während es für gesetzlich Versicherte die Bestimmung gibt, dass pro Quartal nur eine Pauschale gezahlt wird – gleichgültig wie oft der Patient beim Arzt war.

Der Patient erhält vom Arzt eine Rechnung über alle erbrachten Leistungen. Sofern der Patient möchte, kann er eine Überprüfung vornehmen. Anschließend überweist er den kompletten Rechnungsbetrag an den Arzt und reicht die Rechnung bei seiner Krankenversicherung ein. Welchen Betrag er erstattet bekommt, hängt von der gewählten Selbstbeteiligung ab.

Je nach Tarif kann ein privat Versicherter am Jahresende Geld von der Versicherungsgesellschaft zurückerhalten. Wie dies funktioniert? Ganz einfach: Wer keine oder wenig Leistungen in Anspruch genommen hat, wird belohnt, indem er Beiträge erstattet bekommt.

Zusatzleistungen einer PKV gegenüber einer GKV

Abgesehen von der freien Arztwahl (gesetzlich Versicherte können nur zum Kassenarzt) dürfen sich Privat Versicherte auch eine Klinik Ihrer Wahl suchen – Kassenpatienten werden ins nächstgelegene Krankenhaus eingeliefert. Eine private Versicherung bietet jedoch wesentlich mehr:

Alle Zahnarztbehandlungen und auch der Zahnersatz werden je nach Tarif bis zu 100 % erstattet. Der Verdienstausfall wird nach dem gewählten Tarif bezahlt und muss keinesfalls auf 70 % des Nettoverdienstes beschränkt werden und läuft auch nicht erst ab dem 43. Tag. Weitere Zusatzleistungen, beispielsweise ein Ein-Bett-Zimmer und Chefarztbehandlung, kann ebenfalls per Tarif gewählt werden.

Welche Leistungen Ihnen wichtig sind und welchen Beitrag Sie dafür zahlen müssen, erfahren Sie über einen PKV Rechner. Es ist immer sinnvoll, diesen zu nutzen um die perfekte Krankenversicherung zu finden.